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Warum hier keine Coaching-Feedbacks stehen

oder: Coaching ist kein Sommerkleid

Feedbacks sind heute nicht mehr wegzudenken von Internetseiten, die Waren oder Dienstleistungen anbieten. Ob Baumwollkleid, Waschmaschine oder Life-Coaching – eine Seite bleibt stets den begeisterten Rückmeldungen hochzufriedener Kunden vorbehalten. Eine Werbestrategie, die ihre Berechtigung hat. Und doch finden Sie auf dieser Seite keine solche Rückmeldung.

Feedback aus Sicht des Marketings

Natürlich beschreibt ein Anbieter, eine Anbieterin die Vorteile des Angebots auch mit eigenen Worten. Welches Problem wird durch das Produkt gelöst? Wer sich ein wenig mit Marketing beschäftigt weiß, dass die Antwort darauf aus Kaufinteressenten tatsächlich Kaufentschlossene machen kann.

Das Sommerkleid wurde aus hautfreundlichem Stoff fair produziert und schmeichelt der Figur. Die Waschmaschine reinigt Kleider, Blusen und Kochwäsche gründlich und ressourcenschonend und ihr Motor läuft so leise, dass man ihn schon mit einem Flüstern übertönen kann. Das sind in der Regel überprüfbare Eigenschaften.

Wenn Kunden authentisch erzählen, wie begeistert sie von dem Angebot sind, dann bestätigt das auf überzeugende Weise: Dieses Produkt ist sein Geld wert. Das funktioniert nicht nur für Waren, sondern auch für Dienstleistungen.

Teilnehmer berichten begeistert: “Die persönliche Karrierestrategie wurde detailliert entwickelt und schrittweise umgesetzt“. Im Online-Seminar hat die Teilnehmerin sich »fast so wohl gefühlt wie in einer Präsenzveranstaltung”. Der “Liebeskummer konnte mit dieser Methode in neue Lebensfreude verwandelt werden”.

Coaching-Feedback: Auf rot-organgenem Holz bilden bunte Buchstaben aus Stoff und Filz das Wort Feedback.
Feedbacks schaffen Vertrauen und ergänzen die Angebotsbeschreibung.

Gespickt sind viele Feedbacks zu Coaching und Beratung mit glaubhaften Aussagen darüber, wie fachkundig und inspirierend die Anbieterin ist, wie erfahren und sympathisch der Anbieter. Ein professionelles Foto der Klientin oder des Teilnehmers rundet das Feedback ab.

So schafft ein gutes Caoching-Feedback Vertrauen bei den Leserinnen und Lesern der Website, vermittelt eine Vorstellung von der Herangehensweise des Coaches und verstärkt bei den Interessierten den Wunsch, das Angebot anzunehmen. Schließlich möchte man ebenfalls im Beruf vorankommen oder die ultimative Lebenszufriedenheit erlangen.

Wer gibt Coaching-Feedbacks?

Förderliche Coaching-Feedbacks können auch von Kollegen gegeben werden: Wenn eine weithin bekannte Coachin einem jungen Kollegen öffentlich bescheinigt, wie ausgewogen die Zusammenarbeit war, fühlen sich potenzielle Interessenten motiviert, dem weniger bekannten Coach zu vertrauen.

Experten-Feedbacks, etwa von Coaching-Ausbilderinnen oder bekannten Autoren, betreffen die Professionalität des Coaches und die Wirksamkeit der Coaching-Methode. Diese Feedbacks entsprechen etwa dem Vorwort eines bekannten Autors in dem Buch seines weniger bekannten Kollegen.

Coaching-Feedbacks von Klientinnen und Klienten vermitteln die Perspektive der Interessierten. Das soll Vertrauen schaffen, so als würde die Nachbarin oder der Arbeitskollege einen Coach oder eine Beraterin empfehlen.

Bewertungsseiten von google, trustpilot, jameda oder holidaycheck veröffentlichen Empfehlungen für optimal formulierte Feedbacks. Vom Aufbau bis zur Wortwahl wird dort nichts dem Zufall überlassen.

Coaching-Feedback: Ein Mann mit Megaphon marshcieert vo reinem Schriftzug feedback. Alles in Weinrot, Blau, braun.
Feedback von Coaching-Klienten kann Interessenten motivieren.

Der vollständige Name unter dem Coaching-Feedback belegt, dass dieses Statement von einem tatsächlich existierenden Klienten stammt und nicht etwa aus der Feder des Anbieters selbst. Auf Kontaktdaten wird verzichtet, sofern es sich nicht um Firmeninhaber handelt. Diese präsentieren an dieser Stelle ihr eigenes Unternehmen.

Für ein Sommerkleid oder eine Waschmaschine ergänzt eine Kundenbewertung oftmals die Produktbeschreibung. Kaufinteressierte finden hier nützliche Antworten auf Fragen zum Produkt und entscheiden dann, ob der Kauf sich für sie lohnt. Doch Coaching ist kein Sommerkleid.

Eins ist nicht für alle gut

Coaching ist ein individueller Prozess, der von beiden – Coach und Klientin –  während einer oder mehrerer Sitzungen gestaltet wird. Die Rollen dabei sind klar definiert, doch der Prozess selbst ist ein Weg, der beim Gehen entsteht.

“Eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehen.”
(Heinz Rudolf Kunze, 1988)*

In den vielen Jahren meiner Tätigkeit als Coach und Psychologische Beraterin erlebe ich den Prozess immer wieder neu. Sicher gibt es Gemeinsamkeiten: Die Eröffnung des Gesprächs, die Formulierung des Themas, die Zieldefinition, die Herangehensweise, das Ergebnis. Doch selbst diese Schritte gehe ich mit jedem Klienten neu. Von Anfang an also alles maßgeschneidert, nur für den Klienten, nur für die aktuelle Herausforderung. Hinzu kommt: Probleme können sich verschieben, Ziele können sich ändern. 

Doch ist jeder Mensch ein eigenes Wesen. Den einen inspiriere ich mit einem Gleichnis, eine neue Perspektive zu erkunden; den anderen ermuntere ich, das Tagebuchschreiben zu entdecken. Mancher mag die Numerologie als Hilfe bei der Entscheidungsfindung und andere wieder erweitern ihren Horizont durch eine inspirierende Tarotkarte. Wir arbeiten mit Fragen oder Visionen, gehen in die Vergangenheit oder in die naheliegende Zukunft. Und es gibt Menschen, die sich vor allem ein aktives, teilnehmendes Zuhören wünschen, weil sie dann am ehesten die Antworten auf ihre Fragen finden.

Diese Reihe könnte ich fortsetzen; mein „Coachingkoffer“ ist reichhaltig bestückt. Doch besteht mein Angebot nicht darin, konkrete Methoden anzuwenden. Klienten buchen nicht eine spezielle Methode, sondern meine fachkundige Begleitung auf dem Weg zu ihrem Ziel. Es kommt selten vor, dass sich ein Klient eine bestimmte Methode wünscht oder sie ausschließt.

Gemeinsam ist meinen Coachings nur eines: Klientin oder Klient stehen hier im Mittelpunkt; ganz im Sinne der Personenzentrierten Psychotherapie nach Carl Rogers (1902-1987). Nun sind Coaching und Beratung online nicht der Psychotherapie im persönlichen Setting gleichzusetzen. Doch sie sind ebenso individuelle und sensible Prozesse im Zusammenspiel von Coach und Klientin oder Klient.

Die heilsame Beziehung

Der Klient kann nur Fortschritte machen, wenn er oder sie sich auf meine Verschwiegenheit absolut verlassen kann. Das bestätige ich auf Wunsch auch schriftlich. Dazu gehört schon, dass ich gegenüber Dritten nicht erwähne, er oder sie sei bei mir im Coaching. Das ist besonders wichtig für Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen oder für jene, deren Arbeitgeber, Partnerin, Familie oder Freunde von dem Coaching keine Kenntnis haben sollen. Ich binde mich konsequent an die Schweigepflicht, wie sie für Heilpraktiker, Psychologische Berater und Coaches gilt. Und selbstverständlich halte ich mich an die DSGVO.

Viele Klienten versichern mir mündlich oder schriftlich, wie sehr sie von dem Coaching mit mir profitiert haben. Dieses Coaching-Feedback freut und motiviert mich. Doch eine Veröffentlichung dieser Rückmeldungen kommt für mich nicht infrage. Selbst wenn die Zustimmung vorliegt, könnte es sich die Klientin später anders überlegen und sich mit der Veröffentlichung unwohl fühlen – selbst dann, wenn sie ihre Einwilligung zurückzieht.

Coaching Feedback: Helfende Hände
Gelingendes Coaching braucht Vertrauen.

 

Eines meiner liebsten Zitate stammt von Carl Rogers, dem oben erwähnten amerikanischen Psychotherapeuten. Ich kann es nur mit ganzem Herzen und all meiner Erfahrung bestätigen:

„Es ist die Beziehung, die heilt.“

Und Beziehung ist ein individueller Prozess. Sofern sich zwei Menschen aufeinander einlassen – als Partner im Geschäft oder im Leben, als Coachin und Klient in Coaching und Beratung online – beginnt dieser Prozess im Allgemeinen mit beidseitiger Sympathie.

Coaching-Feedback und Sympathiefaktor

„Sympathie braucht nicht mehr als sieben Sekunden“, titelte die Welt am Sonntag im Jahr 2001. Und die Psychologin Doris Wolf zählt 5 Gründe auf, Warum wir andere unsympathisch finden. Zum Beispiel können wir uns an schlechte Erfahrungen erinnert fühlen oder wir hätten gern selbst eine Eigenschaft, die wir unserem Gegenüber insgeheim neiden. Das sind subjektive Faktoren, die sich nicht für eine Empfehlung an Coaching-Interessierte eignen. Denn was dem einen gefällt, kann der anderen widerstreben.

Sympathie und Antipathie sind individuelle Prozesse. Und auch das Coaching ist ein individueller Vorgang, an dem beide Beteiligten mitwirken. Ob es als erfolgreich bewertet wird, hängt vom Thema, den Erwartungen und dem Ziel des Klienten ab – und natürlich von der Eigenart des individuellen Prozesses. So kann eine Klientin hochzufrieden sein nach einer einzigen Stunde, während ein Klient erst nach drei Stunden sein Ziel erreicht hat. Und ein Dritter behält das Gefühl bei, auf der Stelle zu treten, was darauf hinweisen kann, dass ein anderes Thema zuerst geklärt werden möchte.

Wenn nun diese Klienten ihre Coaching-Feedbacks abgeben, so sprechen sie vielleicht einige Interessierte an. Doch ob diese dann eine vergleichbare Erfahrung machen oder eine völlig andere – oder ob ihnen mein Angebot überhaupt zusagt, ist damit völlig ungewiss.

Ich bestärke meine Klienten darin, auf ihre innere Stimme zu hören, ihrer Intuition zu folgen. Dafür eignet sich das kostenlose Mini-Coaching zum Kennenlernen. Hier besprechen wir das Anliegen, die Erwartungen und die Möglichkeiten, die ich für einen Coachingerfolg sehe. Außerdem beantworte ich Fragen über mich, meinen Werdegang und den Inhalt meines Coachingkoffers.

Das ist für Interessierte effizienter als jedes Feedback, denn es entsteht ein ganz eigenes Bild davon, ob sie mit mir arbeiten möchten und in welcher Form ich sie unterstützen kann. Hier geht es zum kostenlosen Kennenlern-Gespräch.


*Songtext von Heinz Rudolf Kunze: Hier

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